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Der Italiener A. Vallisneri beschrieb bereits 1721 erstmals die polyzystischen Ovarien (PCO) in einer Kasuistik einer bergewichtigen Frau mit unerflltem Kinderwunsch. 1921 wurde von Achard und Thiers der Zusammenhang einer Hyperandrogenmie mit einer Strung des Kohlenhydratstoffwechsels beschrieben. Sie nannten dies den "Diabetes brtiger Frauen" (diabete des femmes a barbe). Erst im Jahr 1935 wurde das Krankheitsbild der PCO von Stein und Leventhal ausfhrlich in der Zeitschrift "American Journal of Obstetrics and Gynecology" dargestellt. Sie beschrieben sieben Frauen mit Amenorrhoe, Hirsutismus und multiplen Zysten an den Eierstcken. Stein entwickelte eine operative Behandlungsmethode mittels Keilresektion der Ovarien, die in einer 1948 verffentlichen Studie an einem greren Patientinnenkollektiv bei 90% der Frauen zu einer Verbesserung des Menstruationszyklus sowie bei einigen Patientinnen zu einer Schwangerschaft fhrte. Die Operation mit Biopsieentnahme diente damals nicht nur zur Behandlung sondern auch zur Diagnosestellung der polyzystischen Ovarien. Abgelst wurde sie in den 70er Jahren, als neue Entwicklungen die Bestimmung verschiedener Hormone im Blut mglich machten und das Medikament Clomiphen als Ovulationsauslser entdeckt wurde. Etwa zur gleichen Zeit wurde der Ultraschall das wichtigste diagnostische Instrument. Dabei ist das PCO definiert als das Vorhandensein von 8 oder mehr subkapsulren follikulren Zysten kleiner oder gleich 1cm und dem Nachweis eines vermehrten Bindegewebes im Ovar. Nur etwa ein Viertel der Patientinnen mit PCO haben auch zustzlich ein PCOS. Mehrere internationale Forschungsgruppen legten unterschiedliche Definitionen des PCOS fest. In der NICHD-PCOS Konsensuskonferenz von 1990 wurde schlielich eine einheitliche Definition festgelegt. |
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