PCO-Syndrom.de - Ihre PCOS-Ansprechpartner in Deutschland
Auf diesen Internetseiten finden Sie Informationen zum Syndrom der Polyzystischen Ovarien (PCOS) einschlielich neuer Therapiekonzepte.

Zusätzlich enthält diese Website Verweise auf weitere Online-Ressourcen zum Thema PCOS und informiert Sie über die Termine der PCOS-Selbsthilfegruppe.



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Fortbildungen und Veranstaltungen

Datum Ort Veranstaltung
10.09.
-
14.09.2026
Dsseldorf 54. Kongress der Deutschen Gesellschaft fr Gynkologie und Geburtshilfe




Treffen der Selbsthilfegruppe

Nächstes Treffen im Oktober, genauer Termin wird noch bekanntgegeben.



Neue Literatur



News und Termine

Das Syndrom der Polyzystischen Ovarien (PCOS) ist eine Erkrankung, die bei 5% der geschlechtsreifen Frauen auftritt.

In der NICHD-PCOS Konsensuskonferenz in den USA 1990 wurde es durch Zyklusstrungen (Oligo- oder Amenorrhoe), einen mnnlichen Behaarungstyp (Hirsutismus) und/oder vermehrte mnnliche Geschlechtshormone im Blut (Hyperandrogenmie) definiert, wobei in vielen Fllen ein unerfllter Kinderwunsch besteht. Zudem finden sich bei etwa 70% der Patientinnen Eierstockzysten (PCO- polyzystischen Ovarien).

Klinisch imponiert das PCOS hufig durch ein bergewicht, das zusammen mit einer Insulinresistenz das PCOS mit dem Metabolischen Syndrom verbindet. Das Metabolische Syndrom umfasst das bergewicht (Adipositas), den Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie), die Fettstoffwechselstrungen (Hyperlipidmien), die Gefverkalkung (Arteriosklerose) und die Zuckererkrankung (Diabetes mellitus).

Tatschlich ist bei Frauen mit PCOS im spteren Lebensalter ein erhhtes Risiko fr die Folgeerkrankungen des Metabolischen Syndroms zu finden.

Eine familire Hufung mit Vererbung des PCOS von der Mutter auf die Tochter wurde beschrieben, zudem zeigt sich bei Mnnern mit frhzeitiger Glatzenbildung (vor dem 30. Lebensjahr) ein gehuftes Auftreten von Tchtern mit PCOS.

Die Differentialdiagnose betrifft vor allem andere Erkrankungen die einen Hirsutismus oder unerfllten Kinderwunsch bedingen knnen, insbesondere Erkrankungen der Hirnanhangsdrse, Nebenniere oder der Eierstcke.

PCOS-Kurzinfo

Der Italiener A. Vallisneri beschrieb bereits 1721 erstmals die polyzystischen Ovarien (PCO) in einer Kasuistik einer bergewichtigen Frau mit unerflltem Kinderwunsch.

1921 wurde von Achard und Thiers der Zusammenhang einer Hyperandrogenmie mit einer Strung des Kohlenhydratstoffwechsels beschrieben. Sie nannten dies den "Diabetes brtiger Frauen" (diabete des femmes a barbe).

Erst im Jahr 1935 wurde das Krankheitsbild der PCO von Stein und Leventhal ausfhrlich in der Zeitschrift "American Journal of Obstetrics and Gynecology" dargestellt. Sie beschrieben sieben Frauen mit Amenorrhoe, Hirsutismus und multiplen Zysten an den Eierstcken.

Stein entwickelte eine operative Behandlungsmethode mittels Keilresektion der Ovarien, die in einer 1948 verffentlichen Studie an einem greren Patientinnenkollektiv bei 90% der Frauen zu einer Verbesserung des Menstruationszyklus sowie bei einigen Patientinnen zu einer Schwangerschaft fhrte.

Die Operation mit Biopsieentnahme diente damals nicht nur zur Behandlung sondern auch zur Diagnosestellung der polyzystischen Ovarien. Abgelst wurde sie in den 70er Jahren, als neue Entwicklungen die Bestimmung verschiedener Hormone im Blut mglich machten und das Medikament Clomiphen als Ovulationsauslser entdeckt wurde. Etwa zur gleichen Zeit wurde der Ultraschall das wichtigste diagnostische Instrument.

Dabei ist das PCO definiert als das Vorhandensein von 8 oder mehr subkapsulren follikulren Zysten kleiner oder gleich 1cm und dem Nachweis eines vermehrten Bindegewebes im Ovar.

Nur etwa ein Viertel der Patientinnen mit PCO haben auch zustzlich ein PCOS.

Mehrere internationale Forschungsgruppen legten unterschiedliche Definitionen des PCOS fest. In der NICHD-PCOS Konsensuskonferenz von 1990 wurde schlielich eine einheitliche Definition festgelegt.

PCOS-Geschichte

Hormonstrungen beim PCOS

Beim PCOS verstrken sich mehrere endokrinologische Strungen in einem sich selbst verstrkendem Circulus vitiosus. Dabei besteht eine vermehrte Ausschttung des Hormons LH (Luteinisierendes Hormon) und eine Verminderung des FSH (Follikelstimulierendes Hormon) aus der Hirnanhangsdrse.

Die vermehrte LH Konzentration stimuliert am Eierstock (Ovar) die Bildung mnnlicher Geschlechtshormone (Androgene). Diese werden im Fettgewebe in weibliche Geschlechtshormone (strogene) umgewandelt und entgegen dem normalen Menstruationszyklus azyklisch abgegeben. Dies bewirkt wiederum an der Hirnanhangsdrse die bereits beschriebene Strung der LH und FSH-Ausschttung.

Das FSH hat ebenfalls einen bedeutenden Einflu, indem es bei der gesunden Frau an der Umwandlung der Androgene in strogene beteiligt ist und eine regelrechte Menstruation mit Eisprung gewhrleistet.

Beim PCOS verstrkt der verminderte FSH Spiegel die bestehende Hyperandrogenmie und verhindert einen normalen Zyklus.

Die Hyperandrogenmie per se fhrt am Ovar zu einer Verdickung (Fibrose) der ueren Eierstockwand (Kapsel), die zustzlich dazu fhrt, da die FSH-Wirkung blockiert wird. Zudem hemmen die hohen Androgenspiegel die Bildung eines Hormonbindungsproteins (SHBG- Sexhormonbindendes Globulin), dass normalerweise einen Teil der aktiven mnnlichen Hormone bindet und somit seine Wirkung vermindert.


Insulinresistenz beim PCOS

Die Insulinresistenz des PCOS fhrt kompensatorisch zu einer vermehrten Insulinfreisetzung. Die so entstehende Hyperinsulinmie verstrkt die vorbestehende Hyperandrogenmie, einerseits durch direkte Steigerung der ovariellen Androgenproduktion, andererseits durch vermehrte hypophysren LH-Freisetzung die am Ovar ebenfalls zu einer gesteigerten Hormonproduktion fhrt.

Insulin hemmt zudem die Bildung des Bindungsproteins SHBG in der Leber und stimuliert an der Nebenniere eine zustzliche Bildung mnnlicher Geschlechtshormone.

Das PCOS zeigt eine familire Hufung, so dass eine genetische Komponente in der Enstehung dieser Erkrankung anzunehmen ist.

PCOS-Ursachen

sowie

PCOS-Symptome und Beschwerden

Die derzeit praktizierten therapeutische Anstze in der Behandlung des PCOS richten sich vornehmlich nach der im Vordergrund stehenden klinischen Symptomatik.

Ist der Hirsutismus oder die Zyklusstrung das fhrende klinische Merkmal, wird bislang eine Antibabypille (orale kontrazeptive Therapie) -hufig mit antiandrogener Komponente- eingesetzt.

Zur Verhinderung einer Verdickung der Gebrmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) sollte zur kontrazeptiven Therapie vorzugsweise eine zyklische strogen und Gestagengabe erfolgen.

Niedrig dosierte Cortison-Prparate (Glucocortikoide) knnen in Einzelfllen zur Hemmung der Steroidsynthese in der Nebenniere genutzt werden.

Bei besonders ausgeprgter Adipositas ist eine Reduktionsdit anzustreben, die jedoch nur von wenigen Patientinnen dauerhaft durchgehalten wird.

Ist der unerfllte Kinderwunsch das Hauptproblem, erfolgt meist eine synthetische Eisprungauslsung (Ovulation) z.B. mit Clomiphen.


Neue Therapiekonzepte

Wie auch unter Ursachen erwhnt, ist das PCOS hufig mit einer Insulinresistenz assoziiert, die eine Verschlechterung der klinischen Symptome des PCOS bedingt.

Der Einflu der Insulinsensitizer Metformin und Glitazone auf das PCOS wurde von mehreren internationalen Studiengruppen untersucht und dokumentiert bezglich des Metformin vielversprechende Erfolge in der Behandlung des PCOS.

Metformin konnte eine Verbesserung der Insulinresistenz, eine Senkung des LH-Spiegels, eine Erhhung der SHBG-Synthese, eine Verminderung der Androgene und eine Regulierung des Menstruationszyklus bewirken. Zudem zeigt sich ein gnstiger Effekt auf gewichtsreduzierende Manahmen.

PCOS-Therapie

Basierend auf erfolgversprechenden internationalen Studien erfolgt seit Januar 2001 eine klinische Untersuchung zur Behandlung des PCOS mit Metformin an der Universittsklinik Essen in Zusammenarbeit mit den Universittskliniken Aachen, Berlin, Hannover, Mnchen und Wrzburg.

Sollten Sie Fragen hierzu oder Interesse an einer Teilnahme haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.













Studien

Das erste Treffen der PCOS-Selbsthilfegruppe hat am 10.07.2026 in den Räumlichkeiten des Vereins Distel e.V stattgefunden. Ein nächstes Treffen wurde für Oktober geplant, der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.

Interessentinnen melden sich bitte per Mail unter













PCOS-Selbsthilfegruppe

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Links

Adipositas-bergewichtigkeit
Amenorrhoe-fehlende Menstruationsblutung
Androgene-mnnliche Geschlechtshormone
Arterielle Hypertonie-Bluthochdruck
Arteriosklerose-Gefverkalkung
Diabetes mellitus-Zuckerkrankheit
FSH-Follikelstimulierendes Hormon, gebildet in der Hirnanhangsdrse
Hirsutismus-mnnlicher Behaarungstyp
Hyperandrogenmie-erhhte Androgene im Blut
Hyperinsulinmie-erhhte Insulinspiegel im Blut
Hyperlipidmie-erhhte Blutfettwerte
Hypophyse-Hirnanhangsdrse
Infertilitt-Unfruchtbarkeit
Insulinresistenz-vermindertes Ansprechen auf Insulin, fhrt zu ->Hyperinsulinmie
LH-Luteinisierendes Hormon, Bildung in der Hypophyse
strogene-weibliche Geschlechtshormone
Oligomenorrhoe-verlngerte Zyklen (> 35 Tage)
Ovar-Eierstock
Ovulation-Eisprung
PCO-polyzystische Ovarien
PCOS-Syndrom der polyzystischen Ovarien
Resistenz-vermindertes Ansprechen
SHBG-Sexhormonbindendes Globulin

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